22. Januar 2015

Rote Bete mit Joghurt


Heute gibt es ein Rezept für euch, das es nicht ins Kochbuch geschafft hat. Das liegt natürlich auf keinen Fall daran, dass es nicht schmeckt! Wir haben es nicht mit aufgenommen, weil es zu einfach ist. Hört sich jetzt blöd an, ich weiß, aber das Rezept geht in der Tat schlicht weg so: 

Rote Bete kochen und in Scheiben schneiden (oder vakuumierte nehmen), etwas Joghurt (3,5 % Fett) darüber geben. Mit frischem Dill garnieren, ein paar Spritzer Olivenöl darauf geben. Pfeffern, salzen. Fertig. 

Da wir zu jedem Rezept ein ganzseitiges Foto haben und entsprechend auch eine ganze Seite Platz für die Rezept-Beschreibung da ist, war hier einfach der Text zu kurz. Das hübsche Foto mag ich euch aber nicht vorenthalten. 

Alle weiteren meze (türkische Vorspeisen), die ihr auf dem Bild oben seht, haben es aber ins Kochbuch geschafft, schmecken köstlich und sind trotz etwas längerem Rezepttext supereinfach zuzubereiten. Versprochen! 

15. Januar 2015

Beikost: Von Startschwierigkeiten und Teilerfolgen



Dem Baby essen beibringen. Wow, dachte ich, das wird toll! Und ich sah meinen Zwerg vor meinem inneren Auge schon fröhlich futtern. Mit fast einem Jahr schiebt Zoé sich jetzt auch begeistert eine Nudel nach der anderen rein und hüpft vor Aufregung, wenn ich eine Avocado schäle. Auch beim Anblick von Frischkäse hält es sie kaum noch auf dem Hochstuhl. Bis hierhin war es aber ein echtes Stück Arbeit. Und ich muss sagen, das habe ich mir echt einfacher vorgestellt. 

Wir haben auf Empfehlung unserer Kinderärztin recht früh mit dem Essen gestartet (Anfang 5. Monat). Und es passierte: nix. Null Interesse. Ich meine, es war Karottenbrei, selbst gekocht. Dann bin ich nach einer Weile auf Gläschen umgeschwenkt, weil ich dachte, vielleicht schmeckt ihr das besser. Aber auch das pürierte Hipp-Möhrchen (hier gibt es kein Alnatura oder ähnliches) ließ sie kalt. Ich probierte es immer und immer wieder. Zweifelte dann an meiner Löffeltechnik (Tue ich da zu viel / zu wenig drauf? Stecke ich ihn nicht tief genug rein oder irgendwie falsch?). Dann entdeckte ich das "Breifrei" Buch von Loretta Stern, verschlang es an zwei Abenden. Und war danach überzeugt: Breifrei ist unser Weg! 

Ich pürierte also keine Möhren mehr sondern schnitt diverses Gemüse in Pommesform und dünstete es. 98% landeten auf dem Boden, wochenlang. Das war gelinde gesagt etwas zermürbend. Denn danach hieß es aufräumen, spülen, Hochstuhl putzen, Baby putzen und dann... eine Milch machen, denn sie hatte ja schließlich nichts gegessen. Oder doch? Ist ein 6 Monate altes Baby von einem kleinen Brokkoli-Röschen und einem Stück Vollkornbrot satt? Und wenn ja, wie lange? Baby-Food wurde zum alles beherrschenden Thema, ständig kreisten meine Gedanken darum, wann die nächste "Mahlzeit" fällig war, ob es ihr denn schmecken würde oder ob ich nicht doch lieber gleich ein Fläschchen machen sollte. Oder doch noch mal Brei versuchen? Oder Süßkartoffeln statt Kartoffeln? Aber was wenn sie allergisch ist? Soll man nicht immer eine Gemüsesorte nach der anderen geben? Wegen möglichen Allergien? Ich war ziemlich durch den Wind. Und Zoé auch. Die war nämlich voll damit beschäftigt ihre Zähne zu bekommen und krabbeln zu lernen. Mit beidem war sie echt früh dran und hatte entsprechend gar kein Interesse noch gleichzeitig so was wie essen bzw. löffeln zu lernen. Das weiß ich heute, damals hatte ich keine Ahnung, dass Babies noch nicht so multitasking drauf sind.




Meine Rettung war eine Freundin, die mir das Buch "Lotta lernt essen" empfahl. Und obwohl es ein "strenges" Buch war im Sinne eines exakten Breifahrplanes, fand ich es unglaublich hilfreich. Es gab eine Löffel-Empfehlung (Dr. Boehm!), Abbildungen, wie man den Löffel "einführt", Beschreibungen möglicher Szenarien, warum das Baby nicht essen möchte. Und ganz wichtig: Hilfe wie und wann man genau eine Milchmahlzeit durch eine Breimahlzeit ersetzt. Ich war erleichtert und hielt ich mich gerne an die Vorgaben von Edith Gätjens charmantem Buch. Es klappte. Langsam, ganz langsam zwar und auch mit "Rückschlägen" (weiteres Zahnen führte zeitweise zum völligen Beikost-Stillstand), aber Zoé aß Brei! Mann, war ich stolz! 

Was genau bei little miss lecker lezmi an Brei und dann auch fingerfood gut ankam, könnt ihr hier lesen. Die Liste werde ich ständig ergänzen, einfach auch für mich als Erinnerung. 



Hier noch meine Kaufempfehlungen (keine affiliate-Links!), wenn's mit dem babyfood losgeht: Löffel von Dr. Boehm, Plastiktischdecke (z.B. vom ok-Versand), Siebeinsatz für den Kochtopf zum Gemüse dünsten und für unterwegs eine Warmhaltebox (ich finde die gut, ein Kaffeebecher etwa von Starbucks tut's aber auch). Und sobald es mehr als Brei gibt, finde ich diese Lätzchen mit Ärmel sehr praktisch, dann kann man sogar mal einen Pullover auch noch am nächsten Tag anziehen. 

Sagt, wie war das bei euch? Was mögen eure Kleinen gerne? Oder gar nicht? Zoé spuckt Banane ja nach wie vor aus. Und ich dachte das mögen alle Babies, aber da kommt sie wohl ganz nach der Frau Mama (ich kann Banane nicht ausstehen!). 

30. Dezember 2014

Rück- und Ausblick



Einen kulinarischen Blog-Rückblick kann ich mir ja eigentlich sparen, ne?! Denn es gab ja ... fast nix, ähem, kalte Küche, also kalter Blog quasi. Aber, aber gekocht hab ich natürlich trotzdem: Karottenbrei, Zucchinibrei, Kürbisbrei und derlei viiiel mehr. Einen ausführlichen Beikost-Start-Bericht gibt es im neuen Jahr (den dann explizit auch alle Nicht-Mamas überlesen dürfen).

Im Zuge der Kochbuch-Produktion hab ich allerdings fleißig den Löffel geschwungen. Mit Kind in der Trage und Notizbuch neben dem Herd ging es heiß her. (Nicht, dass ich mich zwischendurch nicht selbst verflucht hätte, wie man bitte hochschwanger einen Kochbuch-Vertrag unterschreiben kann!) Herausgekommen ist YEMEK, unser Istanbul-Kochbuch. Es erscheint zwar erst Anfang März, aber ich darf euch heute ... tatatataaa ... schon mal das Cover präsentieren. Gefällt's euch?

Im neuen Jahr werde ich auch ein bisschen mehr zeigen, was euch im Inneren des Buches so erwartet. Und mit unserem (sehr sommerlichen) Autorenfoto wünsche ich euch einen fantastischen Start ins neue Jahr.

Veronika, Lisa und ich beim Tee trinken auf der Fähre in Istanbul.

18. Dezember 2014

Hildalose Weihnachten


Nein, nein, ihr Lieben, ihr habt sie nicht verpasst, die dritte Ausgabe des eMags Hilda, Mädchen & Kekse. Es gibt leider keine. Ich weiß, mir fehlt sie auch. Nächstes Jahr lasse ich die Öfen mit meinen Blogger-Kolleginnen wieder heiß laufen. Versprochen! Wer Lust hat mitzumachen, bitte melden! Ich freue mich über Nachrichten.

In der Zwischenzeit wildere ich in den letzten beiden Ausgaben: bei mir gibt's dieses Jahr die Mandel-Spekulatius von Julie (Ausgabe 1, S. 53) und die Kürbiskern-Kipferl von Katharina (Ausgabe 2, S. 24). Wart ihr schon fleißig? Wer noch Inspiration sucht, findet sie vielleicht auch in den "alten" Hildas, hier geht's zu den Druckversionen: 1 & 2

Habt schöne Weihnachten! 




21. Oktober 2014

Die Assistentin...



... wird gerade noch eingearbeitet. Damit "Mutti" mal wieder Zeit fürs Bloggen hat. Breischälchen dreckig machen klappt schon super. Sauber machen noch nicht so ganz. Melde mich wieder, wenn sie  (ja, immer noch haarlos!) hier mehr übernehmen kann ;-)


17. Juli 2014

Ein Baby kommt selten allein...


Es ist kurz vor Mitternacht und für junge Mütter ist das gefühlt sowas von mitten in der Nacht. Drum tippe ich hier mit schon gaaaanz kleinen Augen noch schnell diesen Post zusammen. Ich wollte euch nur mal eben verraten, warum ich mich hier so rar mache: Es gibt nämlich nicht nur das eine (mittlerweile tatsächlich schon sechs Monate alte) Baby sondern noch ein zweites. Und das ist auch sehr betreuungsintensiv - es wird nämlich ein Kochbuch! Details darf ich noch nicht verraten, nur so viel: Es wird türkisch! 


Gemeinsam mit Lisa (jawohl, Baby im Bauch!), die schon das tolle "Entdecke, was dir schmeckt" gestaltet hat und Veronika, einer lieben Freundin in Istanbul, die die türkische Küche kennt wie keine Zweite, arbeite ich gerade an dem Buch, das im Frühjahr bei Edel Books erscheinen wird. Ihr müsst euch also noch etwas gedulden, aber demnächst erzähle ich hier ein bisschen mehr von unserem tollen Projekt... Aber nun muss ich schnell ins Bett, liebe Leser, damit ich mich morgen ausgeschlafen um beide Babies kümmern kann. 


8. Juni 2014

Gewusst wie: Minz-Cocktail

Huch, schon wieder ein Monat vergangen! Verdammt... Und dabei ist sie so ein pflegeleichtes Baby. Ich kann es also nur auf mich schieben. Und mein Zeitmanagement. Ich arbeite dran! Versprochen.

Zumindest hab ich mich heute beim Mittagsschlaf mal durch die Best-Foodblog-Award-2014-Liste von Saveur geklickt. Und ganz tolle Schätzchen entdeckt! Ein paar davon werde ich demnächst samt Rezept in der Kategorie "Ein Rezept. Ein Blog." vorstellen. Die Liste wächst langsam ins Unendliche. Und trotzdem freue ich mich, wenn ihr mir mal eure englischen Blog-Lieblinge verratet.

Hier nun schon mal ein Cocktail-Schmankerl vom tollen Blog Glass Backwards - mit der großartigen Idee gleich ganze Videos zu zeigen: mit sehr cooler Musik und das Ganze rückwärts. I love it!

Im Video nun was für alle Minz-Liebhaberinnen: